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Es geht um die Zukunft der Traditionsschifffahrt in Deutschland


Um auf die Existenz bedrohende Zulassungspraxis der BG-Verkehr aufmerksam zu machen, haben die Traditionsschiffe während der Windjammerparade auf der Kieler Woche 2013 mehrfach Ihr Typhon erschallen lassen und ihre Gaffelsegel gedippt. Als Zeichen der Solidarität, führten die Schiffe eine schwarze Flagge.
Dieses "Achtung" - Signal ist als Hilferuf an die Öffentlichkeit gerichtet, die Rettung der Traditionsschifffahrt zu unterstützen, um das maritime Erbe zu bewahren.

PRESSESTIMMEN

NDR, 25.06.2013
Lübecker Nachrichten, 25.06.2013
Lübecker Stadtzeitung, 25.06.2013
Kieler Nachrichten, 24.06.2013
Abendblatt, 24.06.2013
SVG News, 23.06.2013
STORMARNER TAGEBLATT, 20. Juni 2013
Lübecker Nachrichten, 18.06.2013
Deutschlandfunk, 04.06.2013
Lübecker Nachrichten, 05.03.2013


Dazu schreibt die BG Verkehr:

Zitat vom 08.07.2013 der Internetseite http://www.bg-verkehr.de/aktuell/aktuellmeldungen/2013/traditionsschifffahrt: "In den vergangenen Wochen wurde in den Medien vielfach über das Thema Traditionsschiffe berichtet. In der Kritik stand dabei vor allem die Zulassungspraxis der Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr. Von einem "Kahlschlag" war die Rede und von leeren Häfen. Tatsächlich ist nur eine Handvoll Schiffe betroffen und letztendlich geht es um Fragen der Sicherheit."

Wir meinen, es lohnt sich, diese Aussage differenziert zu betrachten:

Aus zahlreichen Gesprächen mit Schiffseignern oder -betreibern wurde deutlich, dass es in den meisten Fällen leider nicht um die Schiffssicherheit geht. In der Regel wird die Historizität der Schiffe in Frage gestellt. Dies wird auch im weiteren Text auf der Website der BG Verkehr deutlich. Mit der historischen Beurteilung ist gemeint, ob diese Schiffe, wie sie heute fahren, wirklich als historische Wasserfahrzeuge einzustufen sind.

Dieses ist bei der Schiffssicherheitsrichtlinie der eigentliche Knackpunkt, stellen doch die Skipper und Schiffseigner die Kompetenz der BG Verkehr in Sachen Sicherheit nicht in Frage! Jedoch muss die Frage erlaubt sein, welche Experten innerhalb der BG Verkehr für die Beurteilung der Historizität zur Verfügung stehen und somit welche Kompetenz, unabhängig von einem Urteil des OVG Hamburg. Ein Zitat einer Mitarbeiterin der BG Verkehr läßt daran Zweifel aufkommen: "Was traditionell ist, bestimme ich!".

Insbesondere Arbeitsschiffe sind in ihrem Leben, das heute oft schon über 100 Jahre andauert, häufig mehrfach umgebaut und an die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit und des erforderlichen Einsatzes angepasst worden. Welcher Zeitpunkt also ist entscheidend für die Beurteilung der Historizität? Wie hat ein Heck des Schiffes auszusehen, um als historisch für genau dieses Schiff akzeptiert werden zu können? Muss eine Takelung, die seit über 100 Jahren auf diesen Schiffen üblich ist zurück gebaut werden, weil kein exakter Nachweis für ein spezielles Schiff vorliegt? Bezieht man diese Überlegungen mit ein wird deutlich, warum es unterschiedliche Ansichten der Szene der Traditionsschiffe und der BG Verkehr gibt: Es geht nicht um eine Handvoll Schiffe, sondern um das Groß und damit um die Existenz der Traditionsschifffahrt in Deutschland, wie sie heute besteht!

Die BG Verkehr fühlt sich zu unrecht auf den Schlips getreten. Seit jeher ist die Szene der Traditionsschiffer um eine konstruktive Zusammenarbeit bemüht. Wir sollten alle zusammen an der SiRi II (Schiffssicherheitsrichtlinie II) arbeiten, wie sie vom BMVI gefordert wird. Dann können wir mit geteilten Kompetenzen auf Augenhöhe zukünftig gut miteinander arbeiten und unser gemeinsames Ziel, die Traditionsschiffe in Fahrt der Nachwelt zu erhalten, erreichen.



INTERESSANT

Im Bundestag notiert: Traditionsschiffe, 12.06.2013
Deutscher Bundestag Drucksache, 17/13679, 17. Wahlperiode, 31.05.2013